Ovation of the Seas auf Asien Kreuzfahrt

Ovation of the Seas auf Asien Kreuzfahrt

Meine 40. Kreuzfahrt führt nach Asien, Starthafen der Reise ist Singapur und hier erwartet uns ein Kreuzfahrtschiff der absoluten Superlative. Die Ovation of the Seas von Royal Caribbean International ist 347 Meter lang, was 5 New Yorker U-Bahn-Wagen entsprechen und das Schiff ist 9 Mal breiter als die chinesische Mauer. Mehr als 4.180 Passagiere freuen sich auf eine 12 tägige Kreuzfahrt, die nach Phu My (Ho-Chi-Minh-Stadt), Chan May (Hue, Hoi An), Hong Kong, Incheon (Seoul) und zum Endhafen Tianjin (Peking) führt. Die Gäste an Bord kommen primär aus Amerika, Australien, Großbritannien, Deutschland sowie China – ein schöner Mix.

Super Perspektive auf das Pooldeck der Ovation of the Seas

Die Ovation of the Seas, das dritte Schiff der Quantum-Klasse, ist erst in 2016 fertiggestellt worden. Entsprechend modern und komplett präsentiert sich das Kreuzfahrtschiff. Das spiegelt sich auch in unserer Balkonkabine wider. Zahlreiche Schränke mit viel Stauraum, Zimmersafe, Wasserkocher, Fön und ein großes Sofa zählen zur Ausstattung. Neben einer Eurosteckdose und US-Steckern sind zwei USB-Anschlüsse am Schreibtisch vorhanden und das angebotene W-Lan an Bord ist laut der Reederei das schnellste Internet auf hoher See. Streamen, Sharen, Videochats – alles kein Problem. Durch das Vorabbuchen habe ich 30% gespart und der Preis lag bei etwa 130 Euro für einen unbegrenzten Zugang über 12 Tage.

Blick in unsere moderne Balkonkabine 13276

Das Bad ist mit einer schönen Duschkabine ausgestattet und ist in punkto Sauberkeit einfach top. Der großzügige Balkon ist die perfekte Ergänzung für unsere Kabine, hier genießen wir bei einem Glas Wein malerische Sonnenuntergänge. Da wir eine Garantiekabine gebucht haben, hatten wir keinen Einfluss auf die Kabinenvergabe. An sich waren wir aber mit dem Deck 13 sehr zufrieden.

Ein Glas Wein zum Sonnenuntergang, herrlich …

Auf den Decks 14 und 15 befinden sich Highlights für die verschiedensten Aktivitäten: Drei riesige Pool- und Whirlpool-Landschaften laden sowohl zur Erfrischung als auch zur Entspannung ein, davon sind zwei Poollandschaften überdacht. Bars, Snack- und Softeisstationen sind nie weit weg, gut gelaunte Animateure, die Klänge der Musikerband und nicht zuletzt die 37 Grad Außentemperatur tragen zur tollen Urlaubsstimmung bei. Zudem ist ein gut ausgestattetes Fitnessstudio auf dem vorderen Oberdeck zu finden sowie ein exklusiver Wellnessbereich, der jedoch nicht das hält, was wir Europäer unter einer Saunalandschaft verstehen.

Blick auf den großzügigen Innenpool, ringsherum sind schöne Loungestühle

Viele der außergewöhnlichen Freizeitaktivitäten an Bord sind bereits im Reisepreis enthalten, dazu zählen der Surfsimulator „Flowrider“, das Skydiving-Erlebnis „RipCord by iFly“, hier schwebt man im Windkanal… und mein absoluter Favorit ist der North Star. In einer Kapsel aus Glas geht es hoch hinaus auf 92 Metern Höhe, was der zweifachen Höhe des Temple of Heaven in Peking entspricht. Auf diesem Kreuzfahrtschiff gibt es wohl nichts, was es nicht gibt, das unterstreicht auch der riesige Sports-Court „SeaPlex“. Die Fläche dient hier nicht nur zum Basketballspielen, sondern auch zum Autoscooter fahren. X-Box-Konsolen, Tischtennisplatten und Videogames etc. gehören ebenso zur Ausstattung dieser Multifunktionshalle.

Der „North Star“ bietet einen 360-Grad-Blick in luftiger Höhe
Weitere Innovationen an Bord: der Surfsimulator und Skydiving-Erlebnis

Mein Lieblingsplatz an Bord der Ovation of the Seas ist die „Two70° Lounge“, durchdesignt bis auf den letzten Millimeter und mit viel freier Sicht auf das Meer sowie das Fahrwasser, welches wir bei 18,3 Knoten hinterlassen. Wer tagsüber Ruhe sucht, ist hier genau richtig. Abends leuchtet und funkelt es und die Location verwandelt sich in ein Wunder der Technik mit grandiosen Shows (kostenfrei, aber teils reservierungspflichtig) und lässt uns staunen. Dank der insgesamt 6 Seetage können wir das Leben an Bord in vollen Zügen genießen.

Wunder der Technik: die „Two70° Lounge“

Genuss versprechen auch die zahlreichen Restaurants an Bord, darunter sind einige Spezialitätenrestaurants, die einen Aufpreis erfordern. Die Speisenqualität und der Service sind in allen Restaurants durchweg gut bis sehr gut. In den schicken und im Reisepreis inkludierten Bedienrestaurants „American Icon Grill“ und „Silk“ genießen wir jeden Abend mehrgängige Menüs. Konsumierte Getränke werden dem Bordkonto belastet, hier ein paar Preisbeispiele: Bier ab 6,60 US-Dollar, Wein ab 11 US-Dollar für ein Glas, ab 42 US-Dollar für eine Flasche und die Cocktails sind ab 12 US-Dollar zu haben, hinzu kommt noch mal eine Servicepauschale von 18%. Für den großen Durst werden Getränkepakete angeboten, die Preise hierfür liegen bei 8,50 US-Dollar pro Tag für unlimitierte alkoholfreie Getränke, eine Auswahl an unlimitierten alkoholischen Getränken erhält man für 55 US-Dollar pro Tag – zusätzlich der Servicepauschale von 18%.

Das „Silk“ Restaurant mit asiatischem Touch
Es bleibt stylisch: das „American Icon Grill“ Restaurant

Die Karte vom Spezialitätenrestaurant „Jamies Italian“ konnte uns am vierten Tag überzeugen und ist mit einer Auswahl an italienischen Leckereien definitiv einen Besuch wert. Spitzen-Service und Plätze an der frischen Luft haben zu einem schönen Abend beigetragen. Gebucht haben wir das Spezialitätenrestaurant an Bord, nachdem wir von einem Landausflug zurückgekehrt sind. Gleich hinter der Securitykontrolle stehen die Servicemitarbeiter, um für die Spezialitätenrestaurants mit 20% Preisnachlass zu werben.

Mein Lieblingsgericht bei „Jamies Italian“: Amalfi Lemon Cheesecake

Für das Frühstück und Mittagessen besuchen wir das beliebte „Windjammer“ Buffetrestaurant, dabei fällt die Speisenqualität und Vielfalt an internationalen Gerichten sehr positiv auf. Die serviceorientierte Crew haben auch die Schokoladen- und Früchtebuffets zum Hingucker gemacht. Das Restaurant verfügt sogar über einen kleinen Außenbereich. Platzprobleme gibt es hier keine, da ausgenommen von den deutschen Reisegästen, der Rest gerne im klimatisierten Restaurant sitzt.

Unser Ausblick im „Windjammer“ Restaurant

Für den kleinen Hunger zwischendurch ist das „Two70° Café“ unser absoluter Favorit. Reuben Sandwich, frische Salate und eine süße Dessertauswahl machen das Angebot perfekt. Zudem gibt es einen Hot-Dog-Stand auf Deck 14 sowie das rund um die Uhr geöffnete Restaurant „Sorrentos“ mit italienischen Snacks. Zusammengefasst ist das Essensangebot einfach gigantisch. Außergewöhnlich ist auch das Barangebot auf der Ovation of the Seas. So trifft man hinter der „Bionic Bar“ auf keine Mitarbeiter, sondern zwei dynamische Roboter, die für den Service- und Getränkegenuss sorgen. Hinzu kommt ein gewisser Unterhaltungswert für alle Gäste und Zuschauer. Nur schade, dass die Cocktails und Getränke nicht im Glas, sondern in einem Plastikbecher serviert werden.

Unermüdlich: die Roboter der „Bionic Bar“

Herzstück des Kreuzfahrtschiffes bildet die „Royal Promenade“, die all die Locations, wie „Royal Theater“, Casino, die Shops, Restaurants und Bars miteinander verbindet. Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, aber ich möchte noch einmal das besondere Design erwähnen, das sich wie ein roter Faden durch das gesamte Schiff zieht – vom Bug bis zum Heck auf einer Länge von 348 Metern und 16 Decks hoch. Das Schiff hat mich sehr beeindruckt und es ist immer wieder bewundernswert zu sehen, wie sich das große Passagiervolumen an Bord verteilt. Die passende App zum Schiff gibt es auch und ist sowohl eine hilfreiche Informationsquelle als auch Reservierungs- und Buchungsplattform für Shows und Ausflüge. Ich hoffe, ich werde bald wieder die Gelegenheit haben, an Bord der Ovation of the Seas oder Schwesterschiffe zu gehen. Eindrücke von den angelaufenen Destinationen folgen in Kürze.



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